Rechtliche Betreuung

Wir eröffnen Chancen - Wir vertreten Menschen

Wie kommt eine Betreuung zustande?

Angeregt werden kann eine rechtliche Betreuung durch jede natürliche Person oder Einrichtung, die vom Hilfebedarf eines Menschen Kenntnis erhält. In der Regel sind das Personen aus dem privatem Umfeld, aber auch Ärzte, Krankenhäuser oder Sozialstationen (Betreuungsanregung).

Die örtliche Betreuungsbehörde und das Betreuungsgericht stellen den Betreuungsbedarf fest. Bevor eine Betreuung eingerichtet wird, müssen die zuständigen Richter/innen den betroffenen Menschen anhören, wenn möglich in seinem persönlichen Umfeld.

Bei der Betreuerauswahl haben die Betroffenen ein Mitspracherecht. Nach gründlicher Prüfung entscheidet das Betreuungsgericht, ob eine Betreuung eingerichtet wird und welche Person zum Betreuer bestellt wird.

Eine Betreuung ist keine Entmündigung und wird niemals für unbestimmte Zeit eingerichtet. Die Dauer hängt immer vom Einzelfall ab. Die betreute Person kann jederzeit einen Antrag stellen, die Betreuung wieder aufzuheben.

Im Regelfall findet nach der ursprünglich festgelegten Betreuungszeit ein erneute Anhörung statt. Danach wird über eine Fortführung oder Auflösung der Betreuung entschieden.

Gesetzlich ist geregelt, dass eine Betreuung immer in bestimmten festgelegten Aufgabenbereichen und niemals pauschal eingerichtet wird. Nur hierfür ist der Betreuer zuständig. In allen anderen Bereichen handelt der Klient eigenverantwortlich. Keinesfalls zu den Aufgaben eines Betreuers zählen pflegerische Tätigkeiten, Einkaufen, Fahrdienste oder Plauderstündchen.

Betreuer(innen) vertreten und beraten / unterstützen und handeln

Als "Manager auf Zeit" kümmern wir uns in den festgelegten Aufgabenkreisen um die rechtlichen und sozialen Belange der Betroffenen und unterstützen sie auf ihrem Weg in ein selbst bestimmtes Leben.

Die Hauptaufgabenkreise sind: Gesundheitssorge, Vermögenssorge, Heimangelegenheiten, Wohnungsangelegenheiten, Ämter- und Behördenangelegenheiten.

Zu unseren Aufgaben gehört auch, ein gut funktionierendes Netzwerk rund um den betreuten Menschen  aufzubauen. Deshalb setzen wir auf eine gute Kooperation mit Ämtern, Behörden, Ärzten und allen Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Wohl und Wille stehen an 1. Stelle

Wir als Vereinsbetreuer legen vor allem Wert auf die Qualität in der Betreuung: Wohl und Wille der Betroffenen stehen für uns an 1. Stelle - nach diesem Leitsatz handeln und entscheiden wir.

Zeitbudget und wer bezahlt die Betreuung?

Gesetzlich ist geregelt, dass Betreuer/innen pro Betreuungsfall ein fest gelegtes Zeitbudget zur Verfügung haben. Im Durchschnitt sind das 3 Stunden pro Monat. In dieser Zeit müssen alle rechtlichen, organisatorischen Aufgaben und persönlichen Gespräche  mit den Klienten erfolgen.

Wer Vermögen besitzt, muss die Kosten für die Betreuung selbst bezahlen. Bei mittellosen Klienten übernimmt der Staat die Finanzierung. Der Betreuer wird in diesem Fall direkt vom Betreuungsgericht bezahlt; die Vergütung erfolgt pauschal mit einem Höchststundensatz von 44 Euro.